Wer wir sind

Der begleitete Start in ein neues Leben

Barbara Wentzel / Photograph Thomas Leibig

Schwere Unfälle und Krankheiten stellen alles auf den Kopf. Sie können nicht nur Persönlichkeit und Körper des Patienten verändern, sondern sein ganzes Leben – und das seiner Familie. Oft sind die Folgen so schwer, dass eine Pflege zu Hause nicht möglich ist. Für diese Fälle wollen wir eine Betreuung bieten, die sich zumindest wie zu Hause anfühlt.

Wir wollen für Patienten mit erworbenen Einschränkungen ein neues Zuhause schaffen

Das Haus für morgen soll Menschen mit erworbenen Behinderungen eine behütete Rückkehr ins Leben ermöglichen. Es soll bestmögliche Betreuung mit einer Wohnatmosphäre verbinden, die dem Gefühl von zu Hause so nah wie möglich kommt.

Eine betreute Wohngemeinschaft, speziell für Menschen mit erworbenen Hirn­schädigungen und körperlichen Einschränkungen, die sich grundlegend von klassischen Pflegeheimen unterscheidet. Behinderten­gerechtes Wohnen mit optimaler Betreuung, aber ohne Krankenhaus­atmosphäre. Im Haus für morgen sollen Menschen zusammenleben, die ein ähnliches Schicksal teilen. Die alle vor derselben Herausforderung stehen: in ihrem Leben einen neuen Sinn zu finden.

Wir möchten die Bewohner dabei unterstützen, Normalität und Eigen­verantwortlichkeit zurückzugewinnen. Wir wollen ihnen helfen, den Alltag selbst zu bewältigen und sinnvollen Tätigkeiten nachzugehen, die ihren körperlichen und geistigen Möglichkeiten angemessen sind. Denn sie sollen im Haus für morgen nicht nur ein neues Zuhause, sondern auch etwas anderes wiederfinden, das sie durch ihre Krankheit verloren haben: eine sinnvolle Tätigkeit. Eine, die die eigenen Fähigkeiten fordert und fördert, Identität stiftet und das Gefühl vermittelt, gebraucht zu werden – statt anderen eine Last zu sein. Denn das ist unserer Meinung nach der Schlüssel zu einem glücklichen, erfüllten Leben.

Für diese Tätigkeiten hoffen wir auf die Mithilfe von Menschen, die nicht hilfsbedürftig sind, die gerne geben wollen und die Bewohner auch über längere Zeiträume bei verschiedenen Projekten begleiten.


Wie wir uns das Haus vorstellen

Ein Ort voll familiärer Geborgenheit

Zuhause hat viel mit Geborgenheit zu tun. Um den familiären Wohlfühlcharakter zu wahren, werden maximal acht Mitbewohner sowie vier Betreuer in dem Haus wohnen. 

Herzstück der Einrichtung wird eine große Wohnküche mit Essbereich und offenem Wohnzimmer, das die Bewohner mit eigenen Lieblingsstücken möblieren und mitgestalten dürfen. Und natürlich wird jede/r Bewohner/in ein persönliches Zimmer mit Bad haben, das nach dem eigenen Geschmack und den individuellen Bedürfnissen gestaltet werden kann. 

Ein wichtiger Teil ist auch ein großzügiger Gästebereich, in dem Angehörige, Freunde oder ehrenamtliche Projekthelfer ein paar Tage am Leben in der WG teilhaben können, aber auch selbst Rückzugs­möglichkeiten finden.

Wie die Idee geboren wurde

Die Geschichte hinter dem Haus für morgen – von Barbara Wentzel

Am 3. April 2013 hat ein Schlag­anfall meinen Mann Henrik aus unserem alten Leben gerissen. Anfangs war ich noch voller Hoffnung, irgendwann den „alten Henrik“ wiederzukriegen. Doch trotz aller Kraft, die wir investierten – die pessimistischen Prognosen der Ärzte sollten sich nahezu bestätigen.

Nachdem die stationäre Rehaphase nicht mehr die gewünschten Fortschritte brachte, kam Henrik Weihnachten 2013 nach Hause. Unter dem Motto Reha@home haben wir nun seit mehr als vier Jahren alles getan, um die Kadenz der Therapien so hoch zu halten, wie in den Rehakliniken. Aber die Belastung ist für alle enorm. Henrik ist oft frustriert, verzweifelt und manchmal voller Hoffnungs­losigkeit. Und das bekommen unsere drei Kinder, die Pflegerinnen und auch ich, häufig zu spüren. Uns wird mehr und mehr klar: eine bestmögliche Betreuung zu Hause wird nicht für immer leistbar sein – nicht ein Leben lang. Henrik ist erst 60 und abgesehen von den körperlichen und kognitiven Einschränkungen, erfreut er sich bester Gesundheit.

Die Suche nach Alternativen

Im Sommer 2014 ist Henrik mit seiner Pflegerin in unser Ferienhaus an der Schlei umgezogen. Das entspannt die Situation ein wenig, hat aber leider den Beigeschmack der sozialen Isolation. So fingen wir an, über Alternativen nachzudenken. Und weil wir keine fanden, entstand die Idee für das „Haus für morgen“.

Um das Projekt zu verwirklichen, habe ich mich entschlossen, mit unserer Geschichte an die Öffentlichkeit zu gehen. Im Oktober 2017 erscheint das Buch „Käsekuchen und Sauerkraut“ (Piper Verlag, „Käsekuchen und Sauerkraut“) – der Startschuss für das „Haus für morgen“.

Wie weit wir schon sind

Der Anfang ist gemacht

Das Haus für morgen ist momentan noch ein Traum, eine Idee – aber einige tatkräftige Menschen arbeiten mit viel Energie und Enthusiasmus daran, diesen Traum wahr werden zu lassen.

Zurzeit wird intensiv am Finanzierung­splan gearbeitet und nach einer geeigneten Immobilie gesucht. Mit unserer ersten Spendenaktion haben wir über 12.000 € erhalten: das sind ca. 2,5 m² des Hauses.

Natürlich können wir bei unserer Arbeit jede Hilfe gebrauchen und freuen uns über jeden, der unser Vorhaben unterstützt.

Im Oktober ist das Buch „Käsekuchen mit Sauerkraut“ von Barbara Wentzel und Miriam Collée erschienen – der offizielle Startschuss für das Projekt.

Artikel über "Käsekuchen mit Sauerkraut" aus der © Madame 7/17. Artikel ansehen ...
Artikel aus dem Hamburger Abendblatt. Artikel ansehen ...

Hier gehts zum Hörbuch ...


Hörbuch auf Spotify anhören


Was wollen wir bieten

Ein Rundgang durch unser Haus

Willkommen im Haus für morgen. Es ist noch nicht ganz fertig, aber der grobe Grundriss steht. Lust auf einen kleinen Rundgang?

Hier wohnt vielleicht Henrik
„Das Haus für morgen ist für mich wie ein kleiner Neustart. Hier habe ich etwas, was mir mein Leben lang wichtig war – eine Aufgabe.“

Hier wohnt vielleicht Joachim
„Ich fühlte mich zu Hause ständig als Last für meine Frau und meine Kinder. Hier ist es viel besser. Wir sehen uns am Wochenende und können die gemeinsame Zeit einfach genießen.“

Hier wohnt vielleicht Andreas
„Früher war ich Koch – hier kann ich immerhin bei der Planung der Einkäufe und im Rahmen meiner Möglichkeiten in der Küche helfen. Das gibt mir das Gefühl etwas Sinnvolles zu tun.“

Hier wohnt vielleicht Ingrid
„Ich bin ja nicht alt – nur krank oder besser gesagt eingeschränkt. Und hier bin ich mit Menschen zusammen, die ein ähnliche Geschichte hinter sich haben wie ich.“

Hier wohnt vielleicht Wiebke
„Ich bin froh hier zu sein, weil mein Mann und meine Kinder wissen, dass ich hier gut aufgehoben bin. Das war kein Beiseiteschieben, vielmehr ein behüteter Neustart.“

Hier wohnt vielleicht Thomas
„Pflegeheime waren immer ein Horror für mich. Aber hier ist das anders. Es ist eher wie eine nette WG von Menschen, bei denen der ganze Tag eben etwas langsamer läuft als bei anderen.“

Hier wohnt vielleicht Lutz
„Hier muss ich jetzt kein schlechtes Gewissen mehr haben, die Hilfe zu bekommen, die ich nun einmal brauche. Was aber das Beste ist, ich kann hier selbst etwas zurückgeben.“

Hier wohnt vielleicht Peter
„In unserem Garten kümmere ich mich um das Gemüsebeet. Es ist wunderbar, wieder eine Aufgabe zu haben und etwas wachsen zu sehen.“

Wovon wir träumen

Der ideale Ort für das Konzept

Ideal für das Konzept wäre ein Resthof im Großraum Hamburg oder direktem Umland: mit großem Bauernhaus, dazugehörigem Altenteil oder Melkerhaus, einer kleinen Scheune, Nebengebäuden und ca. 2 ha Acker- und Weideland. Alternativ ist auch eine alte Baumschule in Stadtnähe denkbar.

Was macht uns anders

Betreutes Wohnen mit Wohlfühl­atmosphäre

Professionelle Pflege und Betreuung …

• Moderner Rehabereich mit umfassendem Therapieangebot.
• Individuelle Therapie- und Rehapläne, die regelmäßig überarbeitet werden.

• Enge Partnerschaften mit nahegelegenen Ärzten.
• Eigener Fahrdienst mit behinderten­gerechten Fahrzeugen.

… mit dem Gefühl von Zuhause …


• Familiäres WG-Leben für acht Mitbewohner mit ähnlicher Krankengeschichte.
• Schöne Wohnküche mit geschmackvollem Gemeinschafts- und Essbereich.
• Großes Wohnzimmer mit viel Wohnatmosphäre und Beschäftigungs­möglichkeiten.
• Persönlich eingerichtete Einzelzimmer mit eigenem Bad.
• Uneingeschränkte Besuchs­möglichkeiten für Familie und Freunde.
• Separates Gästehaus mit vielen Rückzugs­möglichkeiten.
• Nähe zur Natur auf grünem Anwesen mit über 2 ha Grundfläche.


… für mehr Inklusion, Autonomie und Wirtschaft­lichkeit.


• Unterstützung durch Menschen, die sich für einen bestimmten Zeitraum engagieren, um die Bewohner in der Umsetzung ihrer Projekte zu begleiten und zu coachen.
• Sinnvolle Aufgaben und Routinen für alle Mitbewohner – entsprechend ihrer Fähigkeiten.
• Selbstverwaltung der Wohngemeinschaft (z. B. Budget, Einkauf, Aktivitäten­planung).
• Selbstversorgung aus eigener Landwirtschaft (Tierhaltung, Feld- und Gartenarbeit).



Wie Sie sich engagieren können

Helfen Sie uns, anderen zu helfen

Um das Haus für morgen aufbauen zu können, sind wir auf ehrenamtliche Helfer und Spenden angewiesen. Dabei können Sie uns mit Ihren Ideen, Ihrer Tatkraft, Ihrer Zeit und Ihrem Wissen – oder als Sponsor mit Geld- und Sachspenden – unterstützen.

Sie kennen eine Immobilie, die geeignet sein könnte, Sie haben vielleicht selber eine Immobilie, die Sie dem Verein zur Verfügung stellen können.

Spenden

Jeder Cent zählt

Sie möchten das Haus für morgen finanziell fördern?
Super. Bei Betterplace können Sie schnell und einfach einen Beitrag leisten.

Jetzt spenden ...

Auf das folgende Spendenkonto können Sie den Beitrag auch direkt überweisen.

Spendenkonto

Hamburger Sparkasse
BLZ 200 505 50 , KtoNr. 1043 237 039
IBAN DE34 200 505 50 1043 237 039
BIC: HASPADEHHXXX

Nach Eingang des Geldes senden wir Ihnen per E-Mail eine persönliche Spenden­bestätigung zu. Hier eine Liste unserer Spender. Hier gehts zur Liste ...

Ehrenamtliche Unterstützung

Engagiert? Engagiert!

Jede Idee braucht Menschen, die sie umsetzen. Und wir freuen uns, wenn Sie uns dabei unterstützen wollen, das Haus für morgen aufzubauen. Egal ob bei der Immobilien-, Sponsoren- oder Fachkräftesuche, ob als aktiver Ideengeber, ehrenamtlicher Mitarbeiter oder offizieller Botschafter – engagierte Helfer sind uns immer willkommen.

Sie haben Lust, die Idee in die Tat umzusetzen? Dann rufen Sie am besten gleich an – oder schreiben Sie eine E-Mail.


Kontakt

Sprechen Sie uns an:

Haus für morgen e.V.


Reventlowstrasse 17
22605 Hamburg
E-Mail: info@haus-fuer-morgen.com